Mein Hund wird nachts vermisst –
was kann ich jetzt tun?

Ihr Hund ist verschwunden und Sie bemerken es erst spät am Abend oder mitten in der Nacht? Dann stellt sich schnell die Frage, ob Sie jetzt noch losgehen und nach ihm suchen sollen.

Die wichtigste Regel für die Nacht: Bleiben Sie am Entlaufort und rufen Sie Ihren Hund nicht.

Eine nächtliche Suchaktion mit mehreren Personen, Taschenlampen und Rufen ist meist nicht sinnvoll. Besonders ängstliche oder scheue Hunde können dadurch weiter vertrieben werden.

In der Nacht geht es zunächst darum, Ruhe zu bewahren und den Entlaufort zu sichern.

Was tun, wenn der Hund nachts vermisst wird?

1

Am Entlaufort bleiben

Bleiben Sie möglichst dort, wo Ihr Hund entlaufen ist.

Viele Hunde orientieren sich an ihrem Ausgangspunkt und können dorthin zurückkehren. Wenn Sie den Entlaufort verlassen, um selbst nach Ihrem Hund zu suchen, besteht die Gefahr, dass Sie seine Rückkehr verpassen.

Bleiben Sie deshalb möglichst vor Ort.

2

Nicht nach dem Hund rufen

Auch wenn es schwerfällt: Rufen Sie Ihren Hund nicht ständig.

Ein ängstlicher Hund kann sich durch Stimmen oder eine Suchaktion weiter zurückziehen. Auch mehrere Personen, die nachts das Gebiet absuchen, können die Situation verschärfen.

Ruhe ist jetzt wichtiger als eine hektische Suche.

3

Keine nächtliche Suchaktion starten

Gehen Sie nicht selbst großflächig auf die Suche und schicken Sie auch nicht mehrere Personen los.

In der Dunkelheit sind Sichtungen und Spuren schwerer einzuschätzen. Gleichzeitig lässt sich ein Suchhundeeinsatz bei Dunkelheit nicht einfach spontan durchführen.

Warten Sie auf Tageslicht.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Sucheinsatz?

Ein Sucheinsatz mit unseren Suchhunden kann nicht einfach zu jeder Tages- und Nachtzeit gestartet werden. Zunächst müssen wir uns die Situation und das mögliche Suchgebiet vor Ort ansehen, um einschätzen zu können, welche Maßnahmen sinnvoll sind und wie die Suche am besten durchgeführt wird.

In der Nacht ist diese Einschätzung durch die Dunkelheit nur eingeschränkt möglich. Sobald es wieder hell ist, können wir die Situation vor Ort beurteilen und die weiteren Maßnahmen gezielt planen.

Wenn Ihr Hund bereits am Abend entlaufen ist und Sie den Verlust erst in der Nacht bemerken, können Sie daher zunächst am Entlaufort bleiben, Ruhe bewahren und Ihren Hund nicht rufen.

Was passiert, sobald es hell wird?

Mit Tageslicht können die nächsten Schritte gezielt gesetzt werden.

Je nach Situation können beispielsweise:

Vermisstenflyer erstellt und verteilt

eine Futterschleppe gelegt

eine Futterstelle eingerichtet

Wildkameras eingesetzt

weitere Maßnahmen vorbereitet

und gegebenenfalls ein Suchhundeeinsatz geplant

werden.

Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt immer von der jeweiligen Situation und vom Verhalten des Hundes ab.

Ihr Hund ist nachts verschwunden?

Bleiben Sie am Entlaufort und rufen Sie Ihren Hund nicht.

Haben Sie erst in der Nacht bemerkt, dass Ihr Hund fehlt, ist eine hektische Suchaktion in der Dunkelheit nicht sinnvoll.

Bleiben Sie möglichst vor Ort und warten Sie auf Tageslicht –
dann können die weiteren Maßnahmen gezielt gesetzt werden.